Geschichte des Slips
Geschichte des Slips
Der grosse Schritt von "unten ohne" bis zum Slip
Das Höschen, der Slip, die Unterhose, der Schlüpfer - kurzum, das kleine Ding, das heute jeder Frau eine Selbstverständlichkeit ist - es ist erst seit einem Jahrhundert verbreitet. Und mittlerweile zur Selbstverständlichkeit geworden: Der Schritt von «unten ohne» bis zum Slip und sloggi-Wohlgefühl ist vollzogen.
Erste Ansätze, dieses Wäschestück zu kreieren, gab es allerdings schon im 16. Jahrhundert. So waren in Italien lange Unterhosen aus Seide, Leinen oder Samt bereits 1510 bekannt.
Eine anständige Frau blieb untenrum allerdings, wie es sich gehörte, ganz lange Zeit eh nackt. Noch im 18. Jahrhundert galt es als unschicklich, dass Damen Unterhosen trugen. Sie waren kälteempfindlichen alten oder kranken Frauen vorbehalten und auch Mägde griffen nur zu diesem Schutz, wenn sie Fenster zu putzen hatten.
Bauschige Fülle hatten jene Unterhosen, die zur Biedermeierzeit, also in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts Mode waren. Sie blieben allerdings nur kleinen Mädchen vorbehalten.
Dass sie überhaupt Hosen tragen durften - die sogar unter den Röcken sichtbar (!) hervorlugten - verdankten sie dem französischen Philosophen Jean-Jacques Rousseau. In seinem pädagogischen Lehrbuch «Emile» hatte er nämlich dafür plädiert, dass sich kleine Mädchen austoben dürfen. Dafür mussten sie natürlich unten irgendwie bekleidet werden. Doch kaum wurden sie zwölf Jahre alt, war es auch schon vorbei mit der Bewegungsfreiheit. Da hiess es: Raus aus den Hosen und - mit nackten Schenkeln - rein in die langen Röcke.
Erst gegen Mitte des 19. Jahrhunderts kam Bewegung in die Sache. Da wurde nämlich die Krinoline Mode und diese hatte ihre Tücken. Setzte sich eine Dame, dann hob sich der Drahtkäfig und liess den Blick frei auf die unteren Regionen. Wollte Madame sich bücken, hob sich das Gestell bis zu den Hüften hoch und entblösste den Po.
Eine Abhilfe musste her! Das Ergebnis: lange Futterale aus Baumwolle. Sie bestanden aus zwei Stücken, waren zwischen den Beinen offen und wurden lediglich in der Taille zusammengebunden. «Die Unaussprechlichen» nannte man sie in England, «die Unentbehrlichen» in Frankreich, während sie in Deutschland den schlichten Namen «Beinkleider» trugen.
Der Weg zum anatomisch perfekt sitzenden Slip war da wirklich noch weit! Erst 1928 gab es die kleine Höschen-Ausführung, wie wir sie heute kennen, die damals für Kinder erfunden wurde.
Bei Beginn des Ersten Weltkrieges wurde es für Frauen langsam selbstverständlich, Unterhosen anzuziehen. Sie brauchten Bewegungsfreiheit. Und ausserdem: Die Rocksäume kletterten in die Höhe, womit ein gewisser Schutz nötig wurde.
Aber es sollte 1949 werden, bis der erste Slip ins Licht der Öffentlichkeit gerückt wurde. Und zwar in Wimbledon. Die amerikanische Tennisspielerin Gussie Moran war es, die die Welt nicht etwa durch ihren Sieg erregte, sondern dadurch, dass sie in einem überaus frechen Aufzug verlor:
Sie trug ein kurzes Tennisröckchen und darunter einen von oben bis unten mit Spitze besetzten Slip!
Zu Beginn der 80er Jahre brachte ein grosses Unternehmen der Wäschebranche mit dem Slogan «Die Baumwoll-Revolution» eine neue, revolutionäre Slipgeneration, mit der Marke sloggi, auf den Markt. Die seit der Einführung über 500 Millionen in mehr als 30 Ländern verkauften sloggis bestätigen, dass immer mehr zufriedene Verbraucher diesen Markennamen mit höchster Qualität und Tragekomfort für Wäschehöschen verbinden.
Damit war der Bann endgültig gebrochen und das Höschen nicht länger ein Tabuthema. Heute heisst die Frage längst nicht mehr «ob oder nicht?» sondern «wie». Und da greift frau natürlich gern für sich und ihn zu den Markenprodukten von sloggi mit ihren Supereigenschaften. «Fits like a glove» sagt man in England über den sloggi und «Les indéformables» werden die heissen Dinger in Frankreich genannt. Weich, anschmiegsam und faltenfrei, verdanken die sloggi-Slips ihre angenehmen Trage- und Pflegeeigenschaften einer Material-Innovation: Das Geheimnis trägt - technisch gesehen - den Namen Core-spun.
Dabei wird feine supergekämmte Baumwolle um einen Lycra®-Faden gesponnen. Das dadurch entstandene Gewebe ist hochelastisch und trotzdem unglaublich formstabil.
Diese Höschen geraten nicht aus der Form, leiern trotz des hohen Baumwollanteils nicht aus und selbst häufiges Kochen und Trocknen bringt sie nicht aus der Fassung. Ausserdem sind sie ausserordentlich hautsympathisch - weil die Haut nur mit Baumwolle in Berührung kommt. Und daran haben sich auch die Männer gewöhnt. Denn seit 1986 können auch sie die hervorragenden Produkteigenschaften von sloggi for men auf der eigenen Haut geniessen.
Zwischen Nordkap und Sizilien, zwischen Lissabon und Rhodos sind die auffallend blau verpackten sloggi-Slips an weit über 20.000 Verkaufspunkten zu finden. sloggi ist heute der meistverkaufte Markenslip der Welt.
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